Und was suchst du hier?

Woher soll ich das wissen?
Woher soll man überhaupt etwas wissen?

Okay, ja, jetzt wird es etwas philosophisch. Ich denke also bin ich, aber woher weiß ich das? Komplizierte Frage, nicht wahr? Und wenn es darauf schon keine richtige Antwort gibt und man laut Einstein ja eigentlich nur weiß, dass man nichts weiß – wie soll man dann in der Liebe und im Dating-Jungle wissen was man sucht. Oder will oder möchte oder wonach man sich sehnt.
Zugegeben, man kann die richtigen Fragen stellen und das was man sucht schon eingrenzen oder zumindest eine gute Richtung einschlagen. Herauszufinden was man nicht will ist auch eine Methode, jedoch kommt das erst immer mit der Zeit. Zu wissen was man will oder womit man sich wohl fühlt, ist die Frage die man sich stellen sollte.

Aber fangen wir doch mal von Vorne an. Wer kennt es nicht – ihr lernt euch kennen und dabei ist es wirklich irrelevant wo oder wie. Denn in jeder Art des zwischenmenschlichen Zusammentreffens stellt sich früher oder später die Frage wo soll es eigentlich hingehen, was stellen wir zwei gemeinsam an, wie wollen wir unsere Zeit miteinander verbringen oder eben auch nicht?

Am Ende – Kompliziert?!

Am häufigsten taucht die Frage unserer Meinung nach im Online-Dating auf, sei es bei tinder, Lovoo oder was es da nicht noch alles gibt. Grinder lassen wir mal außenvor, obwohl es natürlich auch unter Sex-Affären, oder wie auch immer ihr eure Sextreffen mit einer Person nennt, so läuft, dass man sich irgendwann die Frage stellt, wie geht es weiter. Machen wir so weiter wie zuvor, sind wir glücklich so wie es ist, müssen oder wollen wir etwas ändern? Wenn wir etwas ändern, wollen es dann auch beide? Wie finden wir Kompromisse und was passiert, wenn wir uns nicht einig werden? Welche Konsequenz ziehen wir aus welchem Handeln? Ihr seht schon, es ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit.

Zurück zu den Dating-Angelegenheiten. Wenn man dann fleißig hin und her schreibt kommt sie irgendwann, die Frage der Fragen „ was suchst du hier eigentlich?“ und zack, der Gesprächskiller Nummer 1. steht auf deinem Display und du denkst dir – FUCK – was antworte ich darauf? Man hat mehrere Optionen aber im Endeffekt kann man nur verlieren. Ben sagt immer: „ich suche eine Frau!“, aber das ist meist nur eine Ablenkung auf die 1.000.000 Euro Frage.

Wer wird Milllionär?

Das Gehirn fängt an zu rattern, okay, will der gegenüber jetzt hören, dass ich etwas Festes suche oder will er selbst nur etwas „lockeres“. Wenn man Glück hat, was selten der Fall ist, dann hat man schon irgendwelche Anhaltspunkte und landet vielleicht einen Treffer. Der wird aber nie 100%ig sein. Wir alle, zumindest 90% der Männer stammeln auf die Frage irgendein Gedusel auf ihrer Tastatur zusammen, die sich alle Optionen offenhält, aber sich total unlogisch anhört. Dabei fallen dann Wörter und Sätze wie „erstmal kennen lernen“, „ich bin für alles offen“, „man weiß nie wie es sich entwickelt“, „wenn es passiert, dann passiert es“. Die Liste ist lang, wir wollen euch aber ja nicht nerven. Frauen schreiben interessanter Weise einfach was sie wollen. Entweder eine Beziehung oder etwas Ungezwungenes. Männer macht es doch so wie die Frauen. Doof nur, dass 80% der Männer etwas lockeres suchen und über 70% der Frauen eine Beziehung. Ihr merkt – das System funktioniert eigentlich nicht!

Diese Frage kann sich natürlich in jeder Phase von Beziehungen und Kennenlern-Stadien stellen. Also auch wenn man sich – man mag es kaum glauben, auf einem anderen Weg oder eine andere Art und Weise kennengelernt hat. Irgendwann – aber nicht immer irgendwie – muss man die zwei Individuen zusammen führen, beziehungsweise einen gemeinsamen Weg – wie auch immer ihr es nennt, besprechen. Will damit sagen, dass man sich natürlich auch für einen Weg entscheiden kann, der nicht immer zusammen verläuft sondern mehrere Abzweigungen haben kann oder ein paar Raststätten für den einen oder den anderen bereit stellt – und im besten Fall und wenn beide es wollen trifft man sich wieder auf der Hauptstraße und fährt gemeinsam weiter.

Was willst du eigentlich?

Was also tun, wenn die Frage kommt? Wie wir schon eingangs erwähnt haben wissen wir es eigentlich nicht. Wir wissen nicht, wie die andere Person tickt, wie die andere Person sich verhält, welche Gefühle die andere Person uns gegenüber entwickelt und vor allem welche Gefühle wir für die andere Person entwickeln. Wir wissen noch viel zu wenig von unserem Gegenüber, von daher müssen wir erstmal herausfinden, was der Andere für uns sein kann. Und selbst wenn wir das nach einer gewissen Zeit herausgefunden haben müssen wir uns hinterfragen ob diese Ansicht noch stimmt. Das gilt nämlich auch bei Beziehungen die schon länger bestehen – in welcher Art und Weise auch immer. Denn Menschen entwickeln sich ständig weiter. Ihre Ansichten, ihre Gefühle, ihre Art, ihr Verhalten, ihre Denkweise. Wir sollten uns also öfter bewusst machen, was wir wollen oder was uns jetzt gerade glücklich macht.

Das ist unserer Ansicht nach überhaupt die Frage die man sich stellen sollte. Nicht „was suchst du hier?“ sondern „was macht dich glücklich?“. Und wenn dich etwas nicht mehr glücklich macht, dann musst du einen Weg finden der dich wieder glücklich macht! Oder es ändern.

I´m so happy

Sprich wir haben einen Flirt mit jemanden und wir sind in der kennenlern-Phase. Dann sollte der erste Schritt sein, den anderen auch kennen zu lernen. Und herauszufinden was einen glücklich an oder mit der anderen Person macht. Wie soll man vorher wissen was man von oder mit der Person will, wenn man sie gar nicht kennt?. Einfaches Beispiel gefällig.: Jemand der im Bett all meine Wünsche erfüllt und wir uns auf sexueller Ebene super ergänzen und das einfach so ist wie man sich das vorstellt. Er oder Sie in anderen Belangen jedoch einfach nicht auf meiner Wellenlänge ist. Dann macht diese Person, mich auf diese eine spezielle Weise glücklich und ich entscheide ob mir das reicht oder ich auf mehreren Wegen Glückseligkeit brauche. Entweder ich genieße die Zeit mit dieser Person, gehe Kompromisse ein und werde so glücklich oder ich muss mir etwas anderes suchen. Oder ich suche mir eine Weitere Person die mich in anderen Bereichen glücklich macht und gehe beide Wege gleichzeitig. Auch okay. So lang es mich glücklich macht und selbstverständlich niemanden unglücklich.

Das gleiche gilt natürlich auch für andere Arten der Beziehung. Wenn man an einen Punkt kommt, an dem man nicht mehr glücklich ist, sollte man sich hinterfragen herausfinden wie man wieder glücklicher wird. Und dann etwas verändern. Es gibt so viele Wege. Und diese sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Setzt euch selbst also nicht diese Begrenzung oder diesen Druck, limitiert euch doch nicht schon im Vornherein. Ihr wisst nie, was passiert wenn ihr für alles offen seid. Ihr könnt es eh nicht wissen. Lasst euch also darauf ein. Seid einfach glücklich!

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